Allgemein
Schwierigkeit
advanced
Dauer
25 min
Zielgruppe
RS, NKV, Feuerwehr
Kurzbeschreibung
Atemschutzträger verletzt sich im Innenangriff, zweiter Atemschutzträger kollabiert bei Rettung durch undichte Maske.
Beschreibung
B2 Wohnhausbrand in Einfamilienhaus. Ein Atemschutzträger stürzt im Innenangriff und verletzt sich schwer am linken Bein sowie an der linken Schulter. Nach der Rettung kollabiert ein zweiter Atemschutzträger kurz nachdem das Gebäude wieder betretten wird aufgrund einer undichten Atemschutzmaske mit beginnender CO₂-Intoxikation und leichter Rauchgasexposition.Das Szenario ist bewusst chaotisch aufgebaut. Kommunikation zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst ist essenziell.
Allgemeiner Hinweis
Sie werden als RTW-Team zu einem Notfall alarmiert. Aufgabe ist es, den Patienten oder die Patientin nach dem ABCDE-Schema entsprechend des jeweiligen Ausbildungsstandes (RS / NFS / NKA / NKV) zu beurteilen und zu versorgen. Dabei ist auf korrektes, hygienisches Arbeiten zu achten.
Alle Maßnahmen sind entsprechend dem Kompetenzniveau durchzuführen. Falls eine Maßnahme aufgrund von Limitationen der Simulation nicht darstellbar ist, wird dies klar kommuniziert und entsprechend angedeutet.
Die Durchführung aller medizinischen Maßnahmen sowie Medikamentengaben hat gemäß den aktuellen RD-MED-/RTM-Richtlinien und dem jeweiligen niederösterreichischen Kompetenzrahmen zu erfolgen. Medikamentöse Maßnahmen dürfen ausschließlich innerhalb der entsprechenden Kompetenzen durchgeführt werden.
Medikamentengaben sind klar und deutlich der Instruktorin / dem Instruktor zu melden (inkl. Arzneimittel und applizierter Menge).
Vorbereitete Zugänge dürfen in vorhandene Übungs-Zugangsschläuche injiziert werden. Ist kein vorbereiteter Übungs-Zugangsschlauch vorhanden, wird der Zugang lediglich aufgeklebt simuliert. In diesem Fall sind Medikamente in die bereitgestellte Kontermedbox zu applizieren. Jede Medikamentengabe ist dabei eindeutig anzusagen – inklusive Medikamentenname, Dosierung und verabreichter Menge –, sodass die Übungsleitung die Durchführung nachvollziehen kann.
Die Übungsleitung gibt ausschließlich jene Befunde weiter, die aktiv erhoben und kommuniziert werden. Untersuchungen müssen daher klar ausgesprochen werden (z. B. „Ich kontrolliere die Atemfrequenz“, „Ich taste den Radialispuls“, „Ich beurteile die Hautfarbe“), damit entsprechende Rückmeldungen erfolgen können.
SANREAL ist nicht Bestandteil der Übung. Wird durch Teilnehmende oder Figuranten „SANREAL“ geäußert, ist die Übungsleitung sofort zu informieren und die Situation als potenzieller Realfall zu behandeln. Solange kein SANREAL ausgerufen wird, ist das Verhalten aller Patienten und Figuranten als Teil des Szenarios zu sehen.
Ziel der Übung ist eine strukturierte, realitätsnahe und nachvollziehbare Patientenversorgung unter möglichst realistischen Bedingungen.